Dienstag, 23. Dezember 2014

Trend: Yankee Candles


Sie duften himmlisch. Sehen super schön aus. Und sind nicht billig. Yankee Candles liegen absolut im Trend. 


Die 104 g kosten bereits knapp 11 €. Dafür wird einem eine Brenndauer von 25 bis 40 Stunden versprochen. 
Die etwas größeren kosten dann sogar zwischen 21 und 40 €. 

Mir ist das zu teuer. 

Deshalb mein Tipp: 


Die Dufttarts. Kosten nur rund 2 € für 22g. Hierfür braucht man eine Duftlampe. Durch die Wärme des Teelichts schmilzt das Wachsgranulat und gibt seinen Duft preis. Doch auch wenn die Kerze nicht brennt, verbreitet die Dufttart ihren Geruch. 


Meine Freundinnen haben mir eine super schöne Duftlampe geschenkt→ Könnt ihr unter meinem Instagram-Account sehen. Si_Ma_S
Ich mag besonders die Düfte: 
- Champaca Blossum 
- Clean Cotton 

Zu kaufen gibts die Ware unter anderem bei Micasa und natürlich online. 

Ich genieße jetzt mal mein duftendes Zimmer und wünsche Euch noch einen schönen Vorweihnachtsabend. 

Eure Simas 

Lifestyle: "It's a match" - Liebe im 21. Jahrhundert?

Nach zwei Jahren Single-Dasein habe ich mich mal an einer neuen Flirt-Methode versucht - Ich bin im Tinder-Fieber: 97 Matches in drei Tagen. 
Tinder ist eine Flirt-App fürs Smartphone. Komplett kostenlos, meldet man sich über seinen Facebook-Account an. Etwas gruselig. Dachte zuerst nun tausende Posts auf meiner Facebookseite zu finden. Dem war zum Glück nicht so. Dennoch ist der Datenschutz nicht sonderlich hoch. Mein Aufenthaltsort kann auf wenige Kilometer genau bestimmt werden und ich muss den Zugriff zu meinen Facebookdaten (Bilder, Freunde, Likes...) erlauben. 
Mit dem Hot or Not Prinzip bekomme ich Bilder von (angeblichen) Singles in meiner Umgebung angezeigt. Über einen Fingerwisch kann ich auswählen, ob ich den Typ mag oder nicht. Findet er mich auch gut, informiert die App darüber und gibt den Weg frei sich gegenseitig Nachrichten zu schreiben. Ich persönlich finde dieses hin und her wischen wirklich witzig. Auch wenn ich deutlich öfter "Nope" tippe als "Like". 
Doch nur weil man laut Tinder aufeinander steht, muss dann noch lange kein Chat beginnen. Viele Männer haben die Initiative nicht genutzt und ich war zu Beginn einfach zu altmodisch selbst drauflos zu schreiben. Inzwischen kann ich ganz gut das Eis brechen und beginne das Gespräch. 
Nach drei Tagen habe ich schon 97 Matches. Davon waren es bestimmt 60 Typen die mich angeschrieben haben. Manche waren kreativ, doch die meisten schrieben nur "Hey, wie gehts?". *Gäääähhhnnn*. 
Mit ein paar Auserwählten schrieb ich etwas länger hin und her. Doch war ich schon nach Kurzem genervt zum tausendsten Mal zu schreiben was ich studiere, wo ich arbeite, was ich in meiner Freizeit mache, wo ich herkomme usw. usw. Zumal bei den meisten diese ganzen Erklärungen einfach reine Zeitverschwendung waren. Nach kurzer Zeit packten manche ihre perversen Vorlieben aus. Der Fußfetischist war nur einer unter ihnen. Aber was erwartet man schon bei einer App? Die große Liebe zu finden? Das ist wohl eher eine Seltenheit. Viele fragten mich auch, was ich hier suche. Puh muss ich das echt definieren? Vom Date, über Kaffee trinken gehen, neue Leute kennenlernen. Wenn ihr nur nach Matratzensport sucht, sagt es doch einfach gleich ^^. So könnte man sich den ganzen Small-Talk ersparen. 
Einem habe ich sogar meine heißgeliebte Handnummer gegeben. Er hat sich nie wieder gemeldet. Typisch Mann! Ob er die wohl an irgendwelche Firmen vertickt? Dann hätte wenigstens einer was davon gewonnen, einen ganzen Tag mit chatten zu verschwenden. 
So führt Tinder dann auch schon mal zu Frust. Vor allem weil man so viel Zeit investiert - damit einem der mögliche Traummann auch ja nicht durch die Lappen geht. Doch so viele Frösche will ich wirklich nicht küssen müssen. 
Eine Handvoll hat es aber geschafft und haben es mir angetan. Dates sind geplant. Mal schauen was draus wird. Hoffentlich nichts Festes. Fände es schon etwas peinlich meinen Enkeln erzählen zu müssen, ich hätte meine große Liebe bei Tinder kennengelernt. 
Doch warum nutzen wir eigentlich Tinder oder Lovoo? Haben wir vor lauter Arbeit und Verpflichtungen nicht einmal mehr Zeit für die Liebe? Traurige Erkenntnis. Meine Generation ist so schrecklich unabhängig und freiheitsliebend, dass man nach Typen für was Festes lange suchen kann. Doch will ich überhaupt was Ernsthaftes? Kompromisse schließen, viel Zeit und Mühe investieren... Da sind lockere Dates und unverbindliche Liebe dann doch zeitgemäßer. Liebe im 21. Jahrhundert eben. Karriere, Studium, Arbeit, Hobbys, Freunde, Familie... Liebe und Beziehung sind auf dieser Prioritätenliste eher das Schlusslicht. Tinder ist also wie unsere Gesellschaft: sehr oberflächlich. Meist entscheidet man nur am Äußeren ob man "Nope" oder "Like" tippt. Zwar kann man sich auch ein kleines Profil von dem Kerl ansehen, aber dann wäre man wohl Jahre beschäftigt.  Und diese Zeit haben wir anscheinend nicht. Folglich sind wir an dieser Dating-Katastrophe selbst schuld. Es lebe die Freiheit! Doch wenn wir doch so auf eben genannte stehen, wozu brauchen wir dann eine Dating-App? Schnellen S** kriegt man schließlich im Nachtleben zur Genüge. Suchen wir etwa doch die Liebe?! Ach eigentlich wissen wir gar nicht was wir wirklich wollen. So verbleiben wir in unserem Dilemma. 
Fazit: Das Hot or Not Prinzip der App macht wirklich Spaß! Außerdem besticht die App durch ihr modernes Design. Und für den, der es braucht, gibt es Bestätigung des anderen Geschlechts oben drauf. Doch wer wirklich die große Liebe sucht, ist hier meiner Meinung nach falsch. Das ein oder andere Abenteuer lässt sich aber bestimmt finden. Wie im wahren Leben, verschwendet man aber häufig seine Zeit mit Männern die eh nichts für einen sind. Wer sich stattdessen nur die Langeweile vertreiben will, ist hier genau richtig. Manche Bilder und Profilangaben sind einfach der Hammer! Schmunzelgarantie! 

Eure Simas 

Freitag, 19. Dezember 2014

Beauty: Einkäufe im Dezember 2

Während meinem Weihnachtsshopping-Tag heute, habe ich auch noch ein paar Kleinigkeiten für mich gefunden. 

Dove Limited Edition Winterpflege (2€) 


Manhatten Nagellack (2€)


L'Occitane Baume levres delice de Rose Lip Balm (7,50€)
& Creme mains Hand Cream (7,50€)


Donnerstag, 18. Dezember 2014

Lautgedacht: Selbstjustiz im 21. Jahrhundert

Der Focus berichtete heute, dass Sanel M. Morddrohungen erhalte. Ich will im Folgenden nicht auf Tugce A. eingehen, sondern über die Reaktionen auf den Artikel bei Facebook. 
Hier ein paar Kommentare, damit ihr wisst wovon ich rede: 
"Um solche Leute muss man sich nur Sorgen mach in einem Punkt, wer wird das nächste Opfer von ihm. Ansonsten kann man den als Vogelfrei betrachten"
"Sollen se ihn tot schlagen!"
"hoffentlich schlägt den auch jemand zum krüppel"
"Der soll besser sich erhängen in zelle der hurensohn"
"Ich hoffe, das Sie ihre Drohungen auch wahr machen!!!"
Ganz ehrlich? Ich bin echt schockiert. Ist es mit der Gesellschaft schon so weit? Gehen wir jetzt zurück zur Selbstjustiz? 
Diese Kommentare rufen geradezu dazu auf den Täter Sanel M. umzubringen. Grund dafür mag vielleicht das fehlende Vertrauen in den deutschen Rechtsstaat sein. Viele verstehen nicht, warum der Täter nicht mehrere Jahre in den Knast kommen soll. Sie nennen ihn Mörder und Totschläger. Ich gebe dem Rummel, den die Presse veranstaltet hat, die Schuld. So wurde Tugce zu einer Art Symbolfigur gemacht. Eine gute Erklärung für Nicht-Juristen warum Sanel M. kein Mörder etc. ist gab es jedoch nicht zu lesen. Stattdessen wird ein Schlag zu einem "ins Koma geprügelt" und der Täter zu einem "Opfer". Ich will die Tat von Sanel M. nicht herunterspielen, jedoch bin ich deutlich gegen Selbstjustiz und den Aufruf sich an ihm zu rächen. Einige der Kommentare sprachen von "Auge um Auge, Zahn um Zahn". Dies passt für mich vorliegend jedoch nicht. Sanel M. ist 18, war stark alkoholisiert und ob er den Tod der Studentin wollte ist nicht bewiesen. Ihn umzubringen, würde demnach eine übersteigerte Rache bedeuten und ist nicht auf der gleichen Ebene wie die Tat selbst. Sondern wäre noch schlimmer. Letztlich würde der Tod an ihm, Tugce nicht zurückbringen. Würde den Schmerz der Familie nicht heilen. Stattdessen würde man selbst eine Straftat begehen und sich so auf eine noch niedrige Stufe stellen als Sanel M. 
Vielmehr sieht man hier doch mal wieder, dass Prävention verdammt wichtig ist. Prävention heißt für mich jedoch nicht einen Jugendlichen einfach in den Knast zu stecken, wie dies viele auf Facebook forderten. Prävention beginnt im Elternhaus, dem Kindergarten, mit Hilfe von Bildung etc. Und von den Kommentaren die eine Abschiebung forderten, will ich gar nicht erst anfangen ^^



Mittwoch, 17. Dezember 2014

Lifestyle: Nachhaltigkeit in der Weihnachtszeit

Kennt ihr schon die Aktion "Lehnt Plastiktüten ab" auf Facebook? (https://www.facebook.com/events/732943063426606/
Gerade zur Weihnachtszeit steigt der Verbrauch an Plastiktüten wohl deutlich an. In jedem Laden kriegen wir - und sei die Ware noch so klein - eine Plastiktüte in die Hand gedrückt. Die Aktion ruft nun dazu auf diese abzulehnen und stattdessen alternative wiederverwendbare Taschen zu benutzen, um ein Zeichen gegen die Plastikflut zu setzen. 
http://farm5.static.flickr.com/
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Ich erinnere mich daran, wie ich einmal mit einem Jute-Beutel bei H&M eingekauft habe. Als ich der Verkäuferin sagte "Nein, bitte nicht einpacken" und die Klamotten stattdessen im meinen Beutel gepackt habe, hat sie mich angeschaut als wäre ich irre. So tief ist die Verwendung von Plastiktüten in unserer Gesellschaft also verwurzelt. Schockierend! 
Kein Wunder also, dass wir in Deutschland - laut Umweltbundesamt - 10.000 Plastiktüten PRO MINUTE verbrauchen würden. Das sind 5,3 Milliarden pro Jahr. Wir seien die absoluten Spitzenreiter in Europa was Plastik betrifft. So habe sich der Kunststoffabfall in den letzten 17 Jahren fast verdoppelt. Tendenz steigend. 
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Rund um den Globus, kostet die Wegwerfphilosophie mehreren Tieren das Leben. So würden bis zu 100.000 Meeressäuger  und eine Million Meeresvögel an Plastikmüll sterben. Sie verwechseln den Abfall mit Nahrung und verenden qualvoll. Plastik verstopf ihren Verdauungsapparat. 
Durch die Fische, die auf unserem Teller landen, nehmen auch wir Plastik auf. In den Industrienationen seien bereits 90%  der Menschen chronisch mit Bisphenol A belastet. 
Die Aktion sagt, dass indem wir "Nein" zu Plastiktüten sagen, würden wir nicht nur ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft setzen, sondern auch der Umwelt helfen. Und am Ende sogar für uns selbst!
Ich finde Jute-Beutel super praktisch und außerdem stylisch! Es gibt sie in verschiedenen Farben und Formen. Am schönsten finde ich sie mit Aufdruck. Sie sind perfekt für unterwegs. Man kann sie einfach in die Jackentasche stecken, da sie echt platzsparend sind. Oder einfach immer einen im Rucksack haben, falls man doch zu viel eingekauft hat oder einige Bücher aus der Bib ausleihen musste. 
Wer eine Plastiktüte beim Einkaufen nimmt, ist einfach zu faul etwas weiter zu denken. Klingt hart. Aber mal Hand aufs Herz - so ist es doch schließlich auch! Ich bin total verstrahlt und vergesse richtig oft meinen eigentlich geliebten Jutebeutel. Doch stapel ich dann lieber meine Einkäufe irgendwie auf meinen Armen, stecke kleine Sachen in die Jackentasche usw. Klar ich sehe dann aus wie ein verrückter Vogel, aber lieber so, als die Umwelt noch mehr zu belasten - nur aus reiner Bequemlichkeit. 
Wenn ihr dann doch mal eine Plastiktüte nehmen müsst, dann verwendet sie wenigstens mehrmals! 
Viele greifen häufig zur Papiertüte. Doch die ist nicht unbedingt besser für die Umwelt. Zwar ist sie leichter zu recyceln, jedoch belastet ihre Herstellung die Umwelt mehr, als die Produktion einer Plastiktüte. Man müsste eine Papiertüte dreimal so häufig verwenden, wie ihr Pendant aus Plastik, um diesen Nachteil auszugleichen. Doch nutzen die wenigsten eine Plastiktüte mehrmals. Und noch weniger verwenden die Papiertüte ein weiteres Mal. Meist weil sie bereits kaputt ist. 
Da hat der Jutebeutel definitiv eine viel bessere Bilanz. Dann aber bitte Fairtrade! 

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Neben den vielen Plastiktüten zur Weihnachtszeit, sehe ich auch in dem ganzen Geschenkpapier ein Problem. Natürlich gehört für viele das Auspacken von Geschenken an Weihnachten einfach dazu. Doch gehen dafür Tonnenweise Geschenkpapierrollen über den Ladentisch, die später so oder so im Müll landen. Und das obwohl immer wieder laut wird, man müsse den Regenwald/ Wälder im Allgemeinen schützen. Schöne Doppelmoral. 
Jährlich werden in Deutschland pro Kopf bereits 252,7 Kilogramm Papier verbraucht. Dabei wissen die meisten gar nicht, dass die Herstellung von Papier ein wahrer Energiefresser ist. Vom Energieverbrauch steht die Papierindustrie so fast auf derselben Stufe wie die Stahlindustrie. Erschreckend! 

Wie könnt ihr jetzt also eure Geschenke nachhaltig einpacken?
Hier habe ich mal ein paar Ideen zusammengestellt:
1. Recyclingpapier
Es wird 100 Prozent aus Altpapier hergestellt. Das macht die Produktion wesentlich umweltfreundlicher. Leider ist das recycelte Geschenkpapier noch nicht ganz leicht zu finden. Die Nachfrage ist einfach zu klein. 
2. Zeitungspapier
Fast jeder Haushalt hat es Zuhause rumliegen. Ist die Zeitung "ausgelesen" würde es schließlich so oder so in der Tonne landen. Dann kann man damit auch ruhig noch seine Geschenke einpacken. Ebenso eignet sich natürlich Papier von Magazinen. Außerdem kann das Zeitungspapier noch mit Stiften, Bildern etc. aufgehübscht werden. 
3. Eingewickelt
Eine doppelte Freude macht ihr mit euren Geschenk, wenn ihr es einfach in ein anderes hinein einpackt. Ein Buch in einem Schal. Das Kochbuch im der Schürze. Oder das Duschgel im Handtuch. So verwendet ihr absolut gar kein Papier
4. Gutscheine 
Briefe oder Gutscheine machen sich besonders schön in leeren (bitte trocknen) Flaschen als Flaschenpost! 
5. Klassisch
Das Backpapier ist wohl ganz klassisch. Jedoch wird es letztlich immer noch, nach nur einmaliger Verwendung weggeschmissen. Ist also keine echte Alternative.  
6. Jutebeutel
Oben bereits angesprochen, darf er hier natürlich nicht fehlen. Er eignet sich super zum Einpacken von Geschenken. Obendrein wird der Beschenkte so noch motiviert ebenfalls auf mehr Plastik zu verzichten!

Ich werde dieses Jahr altes Geschenkpapier aufbrauchen und Zeitungspapier verwenden. Neues wird nicht gekauft! 
Außerdem gibt es einige Zeit statt Zeug Gutscheine, die ich nicht einpacken muss. Was ich euch auch noch einmal besonders ans Herz legen möchte! Bevor ihr jetzt - nur noch eine Woche vor Weihnachten - aus Panik irgendwelchen Schrott kauft, lest euch bitte noch einmal meinen Post durch. Und schenkt etwas Wertvolles... 

Eure Simas 


Dienstag, 16. Dezember 2014

Buchtipp: Zum heulen schön - "Solange am Himmel Sterne stehen"

Der Roman "Solange am Himmel Sterne stehen" von Kristin Harmel handelt von einer unvergänglichen Liebe. 
Die Protagonistin Hope McKenna-Smith musste in ihrem Leben schon so einiges einstecken. Sie betreibt in einem kleinen Städtchen eine Bäckerei. Mit ihrem Ex teilt sie sich das Sorgerecht um ihre Tochter Annie. 
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Die Handlung kommt ins Rollen, als ihre geliebte Großmutter Rose sie um etwas bittet. 
Rose liebt den Abend. Wenn sie die Sterne betrachtet erinnert sie sich an die Menschen, die sie liebte und verlor. Niemals hatte sie jemandem von ihnen erzählt. Doch Rose hat Alzheimer. Bald wird sie nicht mehr an das junge Paar denken, dass sich einst 1942 in Paris die Liebe versprach. 
So bittet sie an einem ihrer wenigen klaren Tage ihre Enkelin Hope, nach Paris zu reisen und dort nach den Menschen zu suchen, die sie liebte. Hope ahnte hier noch nicht, dass sie bald das große Geheimnis ihrer Großmutter entdecken würde. Das Geheimnis einer herzzerreißenden Geschichte. 

Selten habe ich beim Lesen eines Buches richtig geweint. Doch zog mich diese bewegende Geschichte rund um Generationen in ihren Bann. Neben schrecklichen Aspekten wie einer Alzheimerkrankheit, Schmerz, Krieg, dem Verlust der Liebe und dem Tod, ist dieses Buch ein Weg zum Glück. Voller Hoffnung, unvergänglicher Liebe und lebensbejahend. Am Ende stand für mich fest: Die wahre Liebe gibt es doch! 
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Für Zwischendurch ist der Roman von Harmel jedoch nichts. Man sollte sich 2-3 ruhige Abende oder gleich einen ganzen Tag im Bett dafür freihalten. Danach brauchte ich auch noch etwas Ruhe - so sehr blieb mir die Geschichte im Gedächtnis und beschäftigte mich. Einfach atemberaubend! 
Weitere Bücher von Harmel, die ich unbedingt noch lesen muss: 
- Über uns der Himmel 
- Dein Stern an meinem Himmel 

Lautgedacht: Studententypen

Wenn ich in einem Seminar sitze, beobachte ich ganz gern meine Mitstudierenden. Nachdem es schon häufig Artikel über den typischen Jura-, Medizin-, Soziologiestudenten gab, wollte ich heute lieber auf die verschiedenen Typen eingehen, die sich so im Seminar finden. Alles ist natürlich mit einem kleinen Augenzwinkern gemeint. So habe ich manche Stereotypen etwas überspitzt dargestellt. Wenn der ein oder andere von euch beim Lesen, ein kleines Lächeln auf den Lippen hat, habe ich schon gewonnen. 

Der mit den fettigen Haaren: Dieses Expemplar tritt jede Woche in der selben Erscheinung auf. Mann fragt sich, ob er sich nur nach dem Seminar die Haare wäscht und diese dann bis zum nächsten mal wieder so aussehen ODER er wäscht sie einfach nie. 
Der zu spät Kommer: Wahrscheinlich besitzt diese Art der zukünftigen Elite keinen Wecker, oder er ist einfach total verstrahlt. Typischerweise betritt er den Seminarraum frühestens eine Halbestunde nach Beginn. Häufig trifft man ihn dann mit noch nassen Haaren an. Außerdem muss er sich, nachdem er geräuschvoll einen Platz gesucht hat, ersteinmal sein Chaos ordnen. Hierzu wird die Tasche auf dem Tisch ausgeleert. 
Der Besserwisser: Er ruft bei seinen Mitmenschen Augenrollen und genervtes Stöhnen hervor. Auf jede Frage hat er eine Antwort, die sonst keiner hat. Dabei verwendet er am liebsten Fremdwörter, um allen anderen zu zeigen WIE schlau er ist. Ganz allgemein drückt er sich sehr gewählt aus: "XY impliziert schließlich schon, dass...". 
Der Hipster: Bart, Jute-Beutel, Zottel-Dutt und ausgefallene Klamotten. Es gibt sie überall. Und vor allem an der Uni. Sie wollen was Besonderes sein und sich von der großen Masse abheben. Doof nur, dass es mainstream ist, NICHT-mainstream zu sein. Ärgerlich!
Der Engagierte: Den Text für die Sitzung vergessen lesen? Das kommt bei ihm nicht vor. Er studiert aus Leidenschaft und ist immer brennend interessiert. Einen Pflichttext überfliegt er nicht einfach, sondern markiert, macht Randnotizen und hinterfragt ihn auch noch. Zu jeder Diskussionsfrage liefert er einen soliden Beitrag und argumentiert sauber. Überpünktlich erscheint er bereits vor Seminarbeginn und diskutiert im Anschluss mit dem Dozenten noch ungeklärte Fragen. Seine Noten sind selbstverständlich überdurchschnittlich gut. Häufig arbeitet er bereits am Lehrstuhl. 
Die graue Maus: Seit der Schule hat sie sich nicht sonderlich verändert. Ihre Mode hängt dem aktuellen Trend weit hinterher. Im Seminar verhällt sie sich ruhig und ist sehr unscheinbar. 
Der Normalo: Diese Art von Student springt nur so hoch wie er muss. In dem einen Seminar sitzt er nur für den Schein, im nächsten engagiert er sich tatkräftig. Er hat ein Paar Freunde an der Uni, ist aufgeschlossen, steht aber selten im Mittelpunkt. 
Der den alle kennen: Man kennt sein Gesicht. Hat ihn schon oft auf dem Campus erblickt. Immer ist er in Begleitung einer größeren Clique. Heimlich hat man ihn mal auf Facebook gestalkt. In jedes Seminar in das er geht, begrüßt er direkt ein paar freundschaftlich und herzlich. Er ist einfach ein cooler Hund. 
Der Emo: Eine aussterbende Rasse. Nur sehr selten bekommt man sie noch zu Gesicht. Diese Spezies zeichnet sich durch ihre überwiegend schwarze Kleidung aus. Mitt Weltschmerz im Gesicht, sieht man sie nur selten lachen. 
Der Alternative: Wird häufig verwechselt mit dem Hipster und lässt sich schwer einordnen. Zwar trägt er einen Jutebeutel, ist aber absolut kein Trendsetter. Er ist vielmehr politisch interessiert und engagiert. Er ist häufig Veganer oder zumindest Vegetarier. Globalisierung, Wirtschaft und Konsum sieht er kritisch, ist jedoch noch kein Öko. Er guckt nur wenig Fernsehen, weil er dies für Volksverdummung hält. Seine wichtigen Gedanken hält er in Schreibschrift in einem kleinen Notibuch fest. Der Rest seiner Unimaterialien ist eine chaotische Zettelwirtschaft. In seiner Freizeit liest er sehr sehr viel. Dazu trinkt er gerne einen Fairtrade Kaffee. Einige dieser Spezies zeichnen sich besonders durch das Drehen von Glimmstängeln aus. Natürlich nur mit Bio-Filter. 
Der Karrieretyp: Mit Anzug kommt er in die Uni. War gerade noch arbeiten. Er will hoch hinaus und strengt sich dafür an. Sein Auto hat er in der Tiefgarage geparkt. Für öffentliche Verkehrsmittel hat er schließlich keine Zeit. Dennoch ist er immer als einer der Ersten im Seminarraum. Seine Erkenntnisse tippt er direkt in sein hochmodernes Notebook oder Tablet. Zwischen den Pausen checkt er hochbeschäftigt seine Mails und beantwortet wichtige Telefonate. 
Der Öko: Bunte Klamotten, Holzschmuck, Fairtrade und Bio sind sein lebensinhalt. Er achtet in allen Lebensbelangen auf seinen ökologischen Fußabdruck. Mit dem Billigflieger in den Urlaub? Geht für ihn gar nicht. Er nimmt am liebsten die Bahn oder das Fahrrad. Sein Essen besorgt er vorzugsweise aus dem Foodsharing Kühlschrank in der Uni. 
Der Google-Typ: Dieses Exemplar kommt nahezu in jedem Seminar vor. Während einer hitzigen Diskussion meldet er sich in der Regel mit folgendem Spruch: "Also ich hab das mal eben gegoogelt UUUUNNNNDDD...". Er ist oftmals hilfreich, um klare Fakten ins Gespräch zu bringen. 
Der komische Fragen-Steller: Vorab: Fragen zu haben ist immer gut! Aber diese ganz besondere Art, stellt die absolut nervigsten, unnötigsten Fragen auf der Welt. Gründe hierfür liegen meinen Nachforschungen zu Folge darin, dass er meistens nicht zugehört hat. Ein anderer Grund ist, dass man ihm alles vorkauen muss, weil er zu eigenständigem Denken und Schlussfolgerungen nicht fähig ist. Eine interessante Verhaltensauffälligkeit ist, dass dieser Typ dann auch noch so tut, als hätte er gerade etwas ganz tolles gefragt, während der Rest des Seminar wieder mal die Augen verdreht. 
Der Anti-Typ: Ist eigentlich gegen alles. Vor allem aber gegen den Kapitalismus. Häufig ist er auf Demos anzutreffen. In seiner Freizeit liest er politische Klassiker, Internet-Blogs. Er will das System unkrempeln und alles verändern. In  Seminaren fällt er durch seine besondere Art und Weise auf. 
Die Make-Up-Tussi: Nein sie geht nicht in die Uni, sondern auf ihren ganz persönlichen Laufsteg. Nach Vermutungen verbringt sie die meiste Zeit ihres Tages, damit zu überlegen was sie anzieht, wie sie sicht schminkt und welche Tasche zu dem Outfit passt. Während der Lehrveranstaltung shoppt sie mit ihrem IPad online oder liest die neuesten Mode-Trends. Die Menge an Schminke auf ihren Gesicht, würde für andere Frauen wohl über einen Monat halten. Ihre Fingernägel sind natürlich lang und perfekt lackiert. Ihre Lui trägt sie am angewinkelten Unterarm und der Fellkragen an der Jacke darf natürlich nicht fehlen. 
Der Unsichere: Welche Module braucht man dafür? Was muss man für den LN oder TN machen? Wo geht es zum Raum XY? Wie funktioniert die Uni-Online? Der Unsichere weiß noch nicht wie der Hase läuft. Sein Studium befindet sich erst im ersten oder zweiten Semester. Von den Aussagen seiner Seminarkollegen ist er tief beeindruckt. Er selbst traut sich meist gar nicht etwas zu sagen. 
Der Partymacher: Vor 14 Uhr geht er zu keiner Veranstaltung in der Uni. Hier schläft er lieber ordentlich aus. So ist er am Abend immer auf Achse. Vorgeglüht wird mit Kumpels in der WG. Danach zieht er von Club zu Club. In der Musik-Szene ist er schon fast ein Spezialist. Er kennt jeden Interpreten, jedes Album usw usw. Das Studium macht ihm zwar Spaß, aber dafür auf Party zu verzichten will er eigentlich nicht. 
Der ewige Student: Studieren ist für ihn nicht nur ein Lebensabschnitt, sondern eine Philosophie. Er kennt die Uni in und auswendig. Kennt jedes noch so kleine Café. Dozenten duzt er inzwischen. Er hängt viel an der Uni rum. Selber Kochen? Nein! Dieses Exemplar isst jeden Tag in der Mensa. 

So, das wars! Ich persönlich kann mich nirgendwo so ganz zuordnen. Eine Mischung aus allem irgendwie. 

Welcher Studententyp trifft auf euch zu? 





Montag, 15. Dezember 2014

Porträt: Von einem der nie aufgibt Teil 1 - „Mein Name ist Bernd und ich bin Alkoholiker“


Bernd Goebel, 49 Jahre, verheiratet, zwei Kinder, kaufmännischer Angestellter, wohnhaft im schönen Sauerland. Klingt nach einem gewöhnlichen Mann. Doch Bernd ist Alkoholiker. Trocken. Heute will ich euch seine Geschichte erzählen. 
Sein erstes Bier hatte er wie viele andere auch: Mit 16 auf einer Jugendfreizeit. Danach immer wieder mal in geselliger Runde. Doch dann wurde aus dem Spaß eine Sucht. Eine Krankheit. Es begann nach und nach mit der Geburt seines Sohnes Lukas 1994. Bernd trank heimlich und versuchte den Alkohol zu verstecken. Dabei waren seine Verstecke völlig absurd. Vom Ofen über das Kinderzimmer hin zum Auto. Mit der Zeit brauchte er immer mehr Alkohol: „Zum Schluss waren es 6-7 Flaschen Bier und zwei Flaschen Wodka pro Tag.“ So trank er sich fast täglich bis zum Filmriss.

Hinter einem Schleier aus Alkohol

Wer so viel trinkt wie Bernd es getan hat, der hört irgendwie auf zu leben. Der Alltag verschwimmt hinter einem Schleier aus Alkohol. „Ich habe mich immer mehr in meine Isolation getrunken, d.h. ich hatte keine Interessen mehr. Kein Interesse mehr an meiner Familie, meinen Freunden, meines Hobbies, meinem Arbeitsplatz und meinen ehrenamtlichen Dingen. Alles drehte sich nur noch um den Alkohol. Die Beschaffung, das Trinken und die Entsorgung.“
Das Bittere daran: So hat er vieles Schönes einfach verpasst oder vergessen. Von der Entwicklung seiner beiden Kinder Laura und Lukas habe er vieles nicht mitbekommen und musste sich viele Dinge im Nachhinein erklären lassen. 
Bernd hatte zudem auch mehr Glück als Verstand: „Ich bin immer besoffen Auto gefahren. Es grenzt an ein Wunder, dass ich keinen Unfall gebaut habe und auch von der Polizei nicht angehalten wurde.“ Daran sieht man, wie man als Alkoholiker die Kontrolle über sein Leben verliert. „Im Büro wurde meine Arbeitsleistung immer schlechter. Wenn ich den Entzug nicht gemacht hätte, wäre ich entlassen worden. Das wäre der Beginn des sozialen Abstiegs gewesen.“ 
Doch warum fängt jemand überhaupt an zu Trinken? In der Therapie musste sich Bernd damit ernsthaft auseinandersetzen. Zusammen mit der Hilfe von Psychologen wurden so zwei Hauptmerkmale erarbeitet: „Das erste war, dass ich es als Kind nicht gelernt habe selbstständig meine Probleme zu lösen. Das haben meine Eltern für mich gemacht. Das zweite war, dass ich immer so sein wollte, wie die anderen Leute mich gerne hätten. Immer gut drauf und immer einen Spruch oder Witz auf Lager. Ich habe nie gesagt, dass es mir schlecht geht. Ich musste immer laufen wie ein Motor im oberen Drehzahlbereich. Irgendwann geht dieser mal kaputt.“ 

Weg von der Flasche 

Bernd hat den Absprung dann doch noch geschafft: Am Dienstag nach Ostern 2005 ist er zu seinem Hausarzt gegangen und sagte ihm, dass er am Ende sei. Er hat ihn in die Psychiatrie eingewiesen, in der er endlich seinen Entzug gemacht hat. „Warum ich an dem Tag direkt vom Büro zu ihm gegangen bin, weiss ich nicht. Es hat mich jemand schwer in den Hintern getreten.“ Sonst hätte er sich im schlimmsten Fall wohl in den Tod getrunken.  Bernd erklärte mir mal, dass es eigentlich nichts bringt einen Alkoholiker auf seine Krankheit immer wieder anzusprechen. Er muss von sich selbst heraus aufhören wollen. Sonst trinkt er einfach immer nur weiter und tut die Vorwürfe mit einem lockeren Spruch ab. Häufig müsste man ganz unten ankommen, um endlich aufzuhören.  Das ist dann der persönliche Tiefpunkt.
Bevor der Entzug am 07.04.2005 begann, holte er zum letzten „großen Rundumschlag“ aus. „6 Tage voll, 24 Stunden, getreu dem Motto: „Nimm alles mit, nach dem Entzug gibt’s nichts mehr“. Ich hatte Abschied von meinem „besten Freund“ genommen, endgültigen Abschied.“ Bevor es an diesem Tag in die Psychiatrie ging, hatte er bis morgens getrunken. „Meine Tasche hatte ich nur zur Hälfte gepackt. Es war mir egal. Ich war am Ende.“ Er kam auf ein Dreibettzimmer mit einem methadonabhängigen Russen und einem depressiven Türken. Die Jungs seien in Ordnung gewesen, doch Bernd ging es richtig schlecht. Der Entzug machte ihm schwer zu schaffen: „Alles es ging wie ein Film an mir vorüber. Ich schwebte, ich hatte keine Schmerzen, nur die verdammte Unruhe, das Schwitzen, der Brechreiz und das Gefühl, dass ich es nicht überleben würde.“  Während dieser Zeit erhielt er Medikamente, die ihn beruhigten. 
Nach etwa fünf Tagen war der Spuk dann vorbei. Die Hände zitterten nicht mehr, der Blutdruck normalisierte sich und er schwitzte nicht mehr. Der Kopf wurde wieder klar. Gereinigt von dem Nebel aus Alkohol.  „Und ich fing an zu lesen. Als ich das erste Buch aus der Bücherei aufschlug fragte ich mich, wann ich das letzte Mal ein Buch gelesen hatte. Das musste mindestens 3 Jahre her gewesen sein. Es war ein tolles Gefühl. Ich habe in den 20 Tagen meines Krankenhausaufenthaltes fast die ganze Bücherei durchgelesen.“
Der Entzug war allerdings nur der erste Schritt eines langen Weges. Ein Jahr lang machte er eine ambulante Therapie und ging sieben Jahre regelmäßig zu den Anonymen Alkoholikern. Außerdem begann er mit Sport (Nordic Walking und Krafttraining). So hat er es geschafft über 50Kg abzunehmen. Ohne seine Familie und sehr gute Freunde hätte er es wahrscheinlich nicht geschafft. Sie haben ihm immer wieder Kraft gegeben und unterstützt. „In dieser Zeit reifte auch mein Entschluss, dass ich über die Krankheit Alkoholismus aufklären will, auch um zu zeigen, dass Alkis Menschen wie du und ich sind.“

Hilfe für Andere

Für Bernd ist Alkoholismus eine heimtückische Krankheit, die in erster Linie Akzeptanz bedarf. „Wenn ich sage: Mein Name ist Bernd und ich bin Alkoholiker“ habe ich für mich akzeptiert, dass ich Alkoholiker bin und bleibe. Nur durch diese Einsicht habe ich es geschafft, bis jetzt 9,5 Jahre trocken zu bleiben.“ 
Neben der Unterstützung durch andere, schöpfte Bernd die Kraft für die Abstinenz in erster Linie aus seiner positiven und lebensbejahenden Einstellung. „Ich darf mich nicht so wichtig nehmen und darf auch ruhig Fehler zugeben.“ 
Es ist beeindruckend wie offen Bernd mit seiner Krankheit umgeht. Viele andere schämen sich dafür. Doch nutzt er seine Vergangenheit nun, um anderen zu helfen und redet dabei immer Klartext. Zu sagen, dass man immer besoffen Auto gefahren sei, ist schließlich eine harte Erkenntnis. Schockierend für Nicht-Alkoholiker! Er sieht seine Krankheit nicht als Schande, denn er hat etwas dagegen unternommen und niemals aufgegeben! 
Durch Suchtpräventionen an Schulen und in Firmen macht er auf das Thema Alkoholismus aufmerksam. Darüber hinaus arbeitet er eng mit der Caritas Suchtberatung in Olpe zusammen und ist als Gastdozent an der Schule für Alten-Krankenpflege tätig. Auch privat kann man sich mit Fragen rund um das Thema Alkohol immer an ihn wenden. Er ist schließlich Spezialist. Seine Geschichte verarbeitete er in einem Buch, das 2015 verlegt wird. 

Ich danke Bernd für seine Offenheit und das er einem immer mit Rat und Hilfe zur Seite steht! Du bist eine wahre Kämpfernatur! Gib niemals auf!

Weitere Infos über Alkoholismus 

Alkoholismus ist eine der schlimmsten Süchte im 21. Jahrhundert. Er wirkt sich nicht nur auf den Trinkenden aus, sondern auch auf sein Umfeld. Alkohol kann das Leben des Betroffenen völlig zerstören. Ein Alkoholiker kann sein Trinken ab einem gewissen Punkt überhaupt nicht mehr kontrollieren. Die Krankheit äußert sich körperlich, seelisch und geistig. Alkohol ist ein Zellgift. Langfristig hinterlässt es im Körper seine Spuren und wirkt sich vor allem auf das Gehirn negativ aus. Diese Hirnschädigung führt dazu, dass das Reaktionsvermögen nachlässt, ebenso die Kritikfähigkeit und das Gefühlsleben gerät aus seinen gewohnten Bahnen. 
Nach Meinung der Anonymen Alkoholiker kann man Alkoholismus nur durch vollständige Abstinenz zum Stillstand bringen. Dazu gehört auch die Änderung des eigenen Lebensstils. Wann man Alkoholiker ist, ist schwierig zu beantworten. In anerkannten Tests, werden Fragen gestellt wie: Haben Sie sich über die Ratschläge anderer geärgert, die Sie veranlassen wollen, mit dem Trinken aufzuhören? Ist Ihnen während des Trinkens schon mal der "Film gerissen", fehlte Ihnen am Tag danach die Erinnerung an ein paar Stunden? Wissenschaftler streiten sich darüber, ob der abendliche Rotwein oder das abendliche Bier, bereits eine Alkoholabhängigkeit darstellt. Wann die kritische Schwelle überschritten ist, kann man also nicht mit Sicherheit sagen. Anzeichen für Alkoholismus liegen in Leberzirrhose,  Krampfanfällen, Entzugssymptomen und Kontrollverlust. 
Klar ist: wer einmal Alkoholiker ist, bleibt dies sein Leben lang. Wenn man also nach fünf trockenen Jahren auch nur ein Bier trinkt, muss man wieder ganz von vorne anfangen.  

Für alle, die sich mit dem Thema noch mehr auseinandersetzen wollen, habe ich euch hier noch ein paar Links zusammengestellt: 



Sonntag, 14. Dezember 2014

Kommentar: Die Todesstrafe gehört abgeschafft

Nach der verpfuschten Hinrichtung von Clayton Lockett, kämpfte dieser 43 Minuten gegen Tod. Bis er schließlich einem Herzinfarkt erlag. Qualvoll zuckte und zappelte er auf der kalten Liege. Dieses Drama eröffnete die Debatte um die Giftspritze und die Todesstrafe aufs Neue. Immer wieder misslingen Exekutionen auf solch grausame Weise. 
Die Zahl der Todesurteile und ihre Vollstreckungen gehen zum Glück immer weiter zurück. So weigern sich viele, um ihr Image besorgte Pharmakonzerne, die Substanzen für die Giftspritze zu liefern. Als Folge dieses Boykotts, führte unter anderem der Staat Tennessee wieder den elektrischen Stuhl ein. Allerdings befürwortet laut einer Studie der Vanderbilt University nur gut die Hälfte der Bürger diese Hinrichtungsmethode. Denn die Hinrichtung durch Stromschlag gilt als besonders umstritten und grausam. 
Da ist vielen die Todesspritze augenscheinlich lieber. Dies liegt an ihrem medizinischen Tenor. Statt einem Henker gibt es einen Arzt, der den Verurteilten einschläfert wie ein Tier. Der Tod wirkt dadurch weniger brutal. Und genau hier ist das Problem: Der Mord an einem Menschen wird so völlig verharmlost. Der Respekt vor menschlichem Leben wird folglich gesenkt. 
Einige Befürworter der Todesstrafe sagen, dass Mörder nichts anders verdient hätten. Doch kann nicht immer sichergestellt werden, dass ein zum Tode Verurteilter auch wirklich der Täter ist. Vielmehr sollte immer in dubio pro reo gehandelt werden. Lieber einen Täter zu viel laufen lassen, als einen Unschuldigen zu ermorden. Der Tod ist schließlich unumkehrbar. 
Des Weiteren wird behauptet, die Todesstrafe sei die einzige gerechte Vergeltung für Mörder. In einem Rechtsstaat kann Rache aber keinen Platz haben. Über die „Auge um Auge, Zahn um Zahn“-Gesellschaft sind wir doch eigentlich schon lange hinaus. Und bringt der Tod des Mörders das Opfer auch nicht zurück. Außerdem könnte dieses Vergeltungsprinzip immer weiter geführt werden. Henker tötet Mörder, der ein Opfer tötete. Jemand anderes tötet Henker, weil der den Mörder tötete… usw. 
Daneben hört man immer wieder, dass die Strafe durch Exekution eine abschreckende Wirkung auf mögliche andere Verbrecher habe. Doch fehlen hier definitiv empirische Beweise. Außerdem ist diese Sichtweise völlig antiquiert. Heutzutage wird der Fokus eigentlich mehr auf Prävention gelegt. So plädiert die Strafzwecktheorie Spezialprävention für die Resozialisierung des Täters. Was ist mit einem Mörder, der jahrelang im Todestrakt sitzt und seine Taten bereut? Er wartet auf seine Exekution und es gibt keinen Ausweg. Die Chance auf Rehabilitation ist ausgeschlossen.  Letztlich bekämpft diese Strafe nicht die Ursachen für die Verbrechen und ist somit ein Armutszeugnis der Staaten. Sie haben versagt. 
Wer jetzt sagt, warum er mit seinen Steuern einem Mörder im Knast das Essen bezahlt, wenn man diesen doch auch einfach umbringen könnte, dem ist entgegenzusetzen, dass in den USA ein Todesstrafenprozess im Durchschnitt mehr kostet, als eine lebenslange Haft. Außerdem kann man den Wert eines Lebens, nicht als Kostenfaktor betrachten. Wer anders handelt, steht dem Gedanken des Rechtsstaats entgegen. 

Die Todesstrafe bleibt und ist Mord und gehört abgeschafft! 

Was sagt Ihr zu diesem Thema? 

Filme: Der Hobbit 3 - Die Schlacht der fünf Heere

Endlich endlich endlich! Heute Abend war ich mit einer Freundin im Kino. Die letzten beiden Hobbit-Filme habe ich schon bestimmt zehn Mal gesehen. Deswegen habe ich es kaum abwarten können, nun den dritten Teil sehen zu können. 
In diesem Teil der Hobbit-Trilogie wird die unerwartete Reise des Hobbits Bilbo Beutlin fortgeführt. Der Drache Smaug zerstört die Seestadt. Thorin weigert sich jedoch ihnen zu helfen. Bilbos Versuche ihn zur Vernunft zu bringen scheitern kläglich. Der Schatz hat zu große Macht über den Zwergenkönig. Jedoch braut sich derweil eine ganz andere Bedrohung zusammen: Eine gewaltige Armee Orks macht sich auf zum Kampf. 
Rund um bin ich wieder begeistert von dem Film. Wenn auch mit ein paar Enttäuschungen. So finde ich die Actionszenen/ Special Effects teilweise völlig übertrieben. (Als Legolas die abstürzenden Steine hochsprang? Das war einfach unfassbar schlecht!)  Die Story blieb für mich so etwas auf der Strecke. Es ging mehr um coole Actionszenen als um die Geschichte. Ich hätte mir definitiv eine klarere Auflösung gewünscht: Was passiert nun mit den Zwergen? Seestadt? usw. Man merkt zwar, dass der dritte Teil der Hobbit-Trilogie auf die Heer der Ringe Saga eingeht und einige Hintergrundinfos liefert, jedoch kam mir das Ende dann dennoch zu schnell. Außerdem waren mir die witzigen Szenen zu viel. Einerseits schön als Familienfilm, aber dafür ist die Schlacht dann eigentlich doch zu brutal. Warum also dieses Erzwingen von Lachern? Herr der Ringe ist da schließlich ganz anders. Andererseits finde ich, dass man den Hobbit nicht mit Herr der Ringe vergleichen darf. Er ist deutlich mehr auf reine  Unterhaltung ausgerichtet. Daher liegt die Kluft zwischen den beiden Trilogien zu weit auseinander. 
Positiv bleiben aber auch ein paar schöne Effekte und  die beeindruckende Inszenierung/ Kulissen etc. im Gedächtnis. Zwei Tränchen flossen sogar über mein Gesicht. Emotional hatte er mich also absolut in seinem Bann. 
Alles in allem finde ich den Film dennoch gelungen und ich werde ihn mir sicherlich auf DVD kaufen und hin und wieder gucken. Freue mich schon auf einen Hobbit/ Herr der Ringe Marathon! 
Das Buch werde ich aber auf jeden Fall auch noch lesen. 

Samstag, 13. Dezember 2014

Buchtipp: David Baldacci - Das Geschenk

"Das Geschenk" von David Baldacci ist eines meiner Lieblings-(Hör-)Bücher zur Weihnachtszeit. 
Der Protagonist Tom Langdon will zu seiner Freundin ins entfernte Los Angeles um Weihnachten zu feiern. Doch mit Flugzeug darf er wegen eines Zwischenfalls nicht fliegen. Deswegen nimmt er kurzerhand den Zug. 
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Die Reise soll dem Journalisten Stoff für eine neue Story bieten. So beobachtet er die Marotten seiner Mitreisenden ganz genau. Da wären z.B. Regina, die Zugbegleiterin, ihre Mutter Roxanne, Father Kelly, ein etwas seltsamer Priester und Julie und Steve, die von zu Hause weggelaufen sind um zu heiraten.
Überraschend trifft er im Zug auf Eleanor, für die er noch mehr Gefühle hat, als ihm bewusst ist. 
Während sich im Zug verrückte, schöne und dramatische Geschichten abspielen, rauscht der Zug von Küste zu Küste durch Schnee und Unwetter. Wird er sein Ziel erreichen? Und was ist das Geschenk dieses Buches? 

Für mich ist David Baldacci ein absoluter Meister des Erzählens. Dieses Buch ist so liebevoll geschrieben. Reich an verschiedenen Facetten. Zum Lachen, Nachdenken und Traurig sein. 

Filme: So kommt Weihnachtsstimmung auf

Inzwischen ist es draußen ungemütlich kalt. Mit einem Tee, Kerzenschein und Plätzchen ziehe ich mich dann am liebsten in meinen POÄNG Sessel zurück. Währenddessen hält mir mein Hund Poldi die Füße warm. Und mit dem richtigen Weihnachtsfilm ist die Stimmung perfekt! 

Hier meine Liste der schönsten Filme zu Weihnachten: 

Kevin allein zu Haus - Dieser Film ist einfach Kult! Kevin wird von seiner Familie vergessen und muss sich gegen zwei idiotische Einbrecher verteidigen.  

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel - Einer der schönsten tschechisch-ostdeutschen Märchenfilme. Zwar sind die Dialoge nicht sonderlich lebensecht, doch ist diese Aschenputtel Version einfach etwas ganz Besonderes. Dieses Aschenbrödel kann nämlich Schießen wie ein erfahrener Jäger, Reiten und auf Bäume klettern. 

Sissi - mehr muss ich nicht schreiben. 

Tatsächlich... Liebe - ein Film mit vielen kleinen Geschichten rund um Liebe. An Heiligabend kommen alle einzelnen Handlungsstränge zusammen. Die Besetzung ist mit Hugh Grant, Emma Thompson, Liam Neeson u.v.m. absolut hochkarätig. 

Der Grinch - Weihnachten ohne Geschenke? Jim Carrey will dem Dorf Whoville das Weihnachtsfest gründlich vermiesen. Doch die super süße Cindy Lou entdeckt das dunkle Geheimnis des bösen Grinch und rettet so das Weihnachtsfest. 

Der Polarexpress - Das animierte Weihnachtsmärchen schickt einen kleinen Jungen auf eine geheimnisvolle Reise zum Nordpol. 

Eine Weihnachtsgeschichte - Der alte Ebenezer Scorte ist ein richtiger Geizhals. Weihnachten hält er für Humbug. In der Nacht zum 25. Dezember erhält er jedoch Besuch von drei Geistern. Dieser Film existiert in vielen Fassungen. Ich mag die Zeichentrick-Version am liebsten. 

Das letzte Einhorn - Kein richtiger Weihnachtsfilm, aber einfach so schön, dass er nicht fehlen darf. Das letzte Einhorn begibt sich hier auf die Suche nach seinen Artgenossen. Dabei wird es unterstützt von dem Zauberer Schmendrick und der Räuberbraut Molly Grue. 

Die Chroniken von Narnia - Krieg. Die Geschwister Lucy, Edmund, Susan und Peter werden zu ihrer Sicherheit aufs Land geschickt. Durch einen rätselhaften Wandschrank gelangen sie dort in ein fremdes Königreich. 

Was schaut ihr am liebsten zur Weihnachtszeit? 



Beauty: Einkäufe im Dezember

Alverde Zell Aktiv Nachtpflege, 6,95€ : Diese Gesichtspflege soll ein jugendlicheres Hautbild verleihen. Mit Stammzellen aus dem Bluebird Hibiskus sollen die hauteigenen Stammzellen effektiv geschützt werden. So werde das Hautgewebe gestärkt und die Widerstandsfähigkeit und Regenerationskraft unterstützt.
Vor der Anwendung habe ich mein Gesicht ganz normal mit Wasser und einem milden Waschgel gereinigt. Beim Auftragen fühlt sich die Alverde Zell Aktiv Nachtpflege sehr reichhaltig auf der Haut an. Dieses schwere, zugekleisterte Gefühl, empfand ich als unangenehm. Heute früh nach dem Aufstehen, hatte ich jedoch super weiche, lebendig aussehende Haut. Ich werde es noch eine Weile weiterverwenden und abwarten wie es meine Haut verträgt! 

Mexx Woman EdT, knapp 14€: Ein absoluter Klassiker und schon lange in meiner Parfüm-Sammlung vertreten. Er riecht total frisch und ist gleichzeitig sehr dezent. So passt er zu jedem Anlass.  Außerdem hält sich der Duft sehr lange. → Tipp: Parfüm sprühe ich mir immer in die Haare. So dufte ich nahezu den ganzen Tag! 

Vichy Aqualia Thermal leicht, 20€: Ich benutze dieses Feuchtigkeitscreme von Vichy schon seit mehreren Jahren. Sie spendet Feuchtigkeit ohne zu beschweren. Die Haut fühlt sich super erfrischt an. Ein weiterer Vorteil: Die Gesichtscreme ist sehr ergiebig! Bei mir reicht sie über vier Monate. 

Alverde Repair Haarbutter, knapp 4€: Diese Haarbutter wurde mir von einer Freundin empfohlen. Sie verwendet sie vor dem Haarwaschen. Dazu massiert sie sie vor allem in die Längen und Spitzen und wartet dann rund 15 Minuten, bis sie die Kur wieder ausspült und die Haare gewohnt mit Shampoo und Spülung reinigt. Da ich gestern bereits Haare gewaschen hatte, habe ich nur einen Finger voll in meinen Spitzen verteilt. Statt seidig waren meine Haare jedoch klebrig und strohig nach der Anwendung. 

Balea Gesichtsmasken, je 45 Cent: Gerade im Winter gönne ich meiner Haut häufiger ein bisschen mehr Pflege. 10 - 15 Minuten hat jeder mal übrig um sich und seinem Gesicht eine kleine Pause zu gönnen. Ich verwende ganz verschiedene Gesichtsmasken. Diesmal gab es diese drei von Balea. 

Freitag, 12. Dezember 2014

Kommentar: Der grausame Schweinebaron?

Der Stern berichtete am Montag über den größten Schweinezüchter Europas: Adriano Straathof. Die Behörden in Sachsen-Anhalt haben ihm die Tierhaltung verboten. Noch sei der Bescheid jedoch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft ermittle bereits seit 2013 gegen Straathof. Man werfe ihm Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vor. Laut Stern würden Veterinäre seit 2009 vor allem eine zu enge Haltung der Zuchtsauen, mangelnde Versorgung verletzter Tiere sowie starke Verschmutzung von Tier und Stall bemängeln. 
Den vollen Artikel könnt ihr unter: http://www.stern.de/wirtschaft/news/aus-fuer-schweine-baron-adrianus-straathof-erste-behoerde-macht-schluss-mit-der-sauerei-2158803.html nachlesen. 
Als die grausamen Bilder der Massentierhaltung auf Facebook gepostet wurden, wurden Kommentare getippt und der Artikel geteilt, was die Tasten hergaben. 

Doch warum eigentlich solch ein Aufschrei? Jeder mit einem funktionierenden Menschenverstand, wird sich zum einen doch wohl denken können, dass es in der Massentierhaltung "Opfer" gibt. Zum anderen gab es schon zahlreiche Artikel, Reportagen, Fotostrecken, Dokumentationen zu genau diesem Thema. 
Doch worin ist der Mensch am besten: Verdrängen und Augen verschließen. Wer glaubt denn bitte schon, dass Fleisch für ein paar Euro ein glückliches Leben hatte? Um so Geld verdienen zu können, muss man schließlich auf Masse setzen. 
Aber man will trotzdem seinen Cheeseburger, Kochkässchnitzel, Würstchen, Mettwurst usw. usw... Denkt man beim Essen daran, dass dieses Tier, was ich gerade esse, kotverschmiert, übersät mit Wunden, vollgepumpt mit Antibiotika war? Nein! Würde auch sicherlich den Appetit verderben. 
Unter den Kommentaren auf Facebook war auch oftmals zu lesen, dass Nutztiere ein lebenswertes Leben haben sollten. Schöner Gedanke. Denkt man sich dann beim Essen: Lecker dieses glückliche Schwein? 
Würde ich jetzt auf das Thema Nutztier eingehen, könnte ich wohl gar nicht mehr aufhören zu tippen. Das will ich euch aber ersparen. Nur so viel: Der Grund für jegliche Tierquälerei, liegt doch in der Hybris des Menschens sich gegenüber allem und jedem höher zu stellen. Wir wollen uns die Tiere und sogar die Natur Untertan machen.
Letztlich ist es nämlich so: Jedes LEBEWESEN will auch LEBEN. Dieser Instinkt ist natürlich. Und wenn das Schwein auch noch so glücklich war - bringe ich es um, habe ich es dennoch gequält und daran gehindert zu LEBEN.
Wir müssten uns einfach bewusst werden, dass unsere morgendliche Wurst nicht in ihrer Plastikverpackung geboren ist. Jeder der Fleisch essen will, sollte einmal ein Tier selbst geschlachtet haben. Wer das nicht über sich bringt, der sollte lieber bei Gemüse bleiben. 
Statt Krebs auf der Kippenpackung also lieber totes Schwein im Kühlregal. 
Bon Appetit!  


Montag, 8. Dezember 2014

Porträt: Treue Begleiter mit dunkelbraunen Augen

Im letzten Jahr verfasste ich dieses Porträt über Hans-Jürgen Moser - erschienen am 24.08.2013 in den Weinheimer Nachrichten
Langes, cremefarbenes Fell, braune Augen umrahmt von einer dunklen Maske und eine schwarze, feuchte Nase. Stürmisch und schwanzwedelnd wird man beim Eintreten von vier großen Hunden begrüßt. An den Wänden hängen viele Fotos und Gemälde der Vierbeiner. Mit einem kräftigen Satz springt Bashana auf den Sessel und strahlt reine Eleganz und Würde aus, wie sie so entspannt da liegt, während die anderen mit einem anmutig federnden Gang in den Garten laufen.
Auf den Hund, genauer auf den Afghanischen Windhund ist Hans-Jürgen Moser schon vor langer Zeit gekommen und hat sich augenscheinlich unsterblich in diese Rasse verliebt. Vier von ihnen besitzt er derzeit zusammen mit seiner Frau Ingrid und hat mit ihnen so einiges zu tun. Neben der täglichen Pflege, besuchen sie Rennen und Ausstellungen. Außerdem züchtet er Afghanische Windhunde hin und wieder, doch an oberster Stelle stehen bei ihm immer der Spaß und glückliche Hunde. 
Die Leidenschaft für die exotischen Hunde aus Afghanistan begann 1971 zunächst mit Hunden aus zweiter Hand und noch ohne besondere Ambitionen. Mit der Zeit wuchs Mosers Wunsch selbst diese interessante Rasse zu erhalten und zu gestalten. Es folgte der erste Hund aus Züchterhand und damit viele schöne und ereignisreiche Jahre mit den Vierbeinern als treue Begleiter und Familienmitglieder. 
Die Rasse der Afghanischen Windhunde ist eine der ursprünglichsten Windhunderassen aus dem Hochland des Hindukusch. Bereits 4000 Jahre v. Chr. züchteten Nomaden Hunde die als Vorfahren des heutigen Afghanischen Windhundes gelten. In seinem Ursprungsland Afghanistan wurde der Hund sehr hoch geschätzt und wie eine Kostbarkeit behandelt. Eingesetzt wurden sie meist als Jagdhunde für die Hetzjagd. Aufgrund ihrer Stellung wurde ihr Export verboten, weshalb sie zunächst ausschließlich aus dem Land geschmuggelt werden konnten. Durch Britische Soldaten im zweiten anglo-afghanischen Krieg von 1878 bis 1880 kamen Exemplare des Afghanischen Windhundes schließlich nach Europa. Den Hund aus Afghanistan charakterisiert man am treffendsten mit Eleganz, Würde und Stolz neben Kraft und Schnelligkeit. Rüden erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 74 Zentimetern und werden bis zu 30 Kilo schwer. Verschiedene Fellfarbvarianten existieren, von rot, creme, oder silber, bis hin zu schwarz. In ihrem Wesen sind Afghanische Windhunde sanft und ruhig, doch beim Sport stark, schnell und voller Tatendrang. 
Bereits neun Würfe begleitete Moser ins Leben, vier davon unter dem Zuchtnamen „d’Avicenna“. Avicenna war ein Arzt und Gelehrter aus der orientalischen Welt im 1100 Jahrhundert und erbrachte hervorragende Leistungen auf den Gebieten der Medizin und Philosophie. Moser wollte mit der Benennung seiner Zucht nach Avicenna eine Verbindung schaffen, zwischen der west-europäischen und der orientalischen Welt. Außerdem würdige er so diesen großartigen Mann. Allgemein ist ihm das Auseinandersetzen mit der arabischen Welt sehr wichtig. Das offen sein für andere Kulturen öffne einem selbst den eigenen Horizont, erklärte er. 
„Schönheit und Leistung“ ist das Motto seiner nachhaltigen Hundezucht. Bei ihm sollen die Hündinnen nur einmal in ihrem Leben werfen, da er eine Massenzüchtung unbedingt verhindern wolle. Die Hündin sieht er als Familienmitglied und nicht als „Brutmaschine“ an. Insgesamt 21 Welpen züchtete er bereits in den vier Würfen unter dem Namen „d’Avicenna“. Wobei er einen Wurf meist nur auf Nachfrage plant. „Ich will wissen wo die Hunde hinkommen“, erklärt er und fügt an dass er und seine Frau vor dem Welpenkauf und auch danach engen Kontakt zu den Käufern halten. Weit verstreut, nicht nur in Deutschland sondern auch europaweit, finden sich seine Züchtungen. Bis nach Marokko kam einer der Afghanischen Windhunde aus Laudenbach. Chems, der 2007 geboren wurde, haben sie dieses Jahr zusammen mit ihrer Hündin Djamila in Agadir, Marokko, besucht und dort eine sehr schöne Zeit verbracht. Schon zuvor als die Familie aus Marokko Interesse an einem ihrer Welpen meldete, flog das Ehepaar nach Agadir um sich davon zu überzeugen, dass hier ein schönes Zuhause für ihren Schützling sei.  Vier der 21 Welpen behielt das Ehepaar Moser in eigenem Besitz: Die 2005 geborene Bashana, der sechsjährige Cadash sowie Hündin Djamila und Rüde Djinn die 2010 auf die Welt kamen. 
Im Alltag sind die vier Hunde viel im Garten wo sie auf ausrangierten Sofas viel Platz zum dösen und kuscheln haben. Oder sie verbringen die Zeit in den Büroräumen Ingrid Mosers, deren Angestellten auch gerne Mal eine Runde mit ihnen Gassi gehen. Moser selbst hält sich und die Hunde durch gemeinsames Joggen im Wald gerne sportlich und gesund. Seit Dezember 2012 ist er Rentner und die Hunde seien für ihn eine Aufgabe die ihn fit halte. „Ich bin froh die Hunde zu haben“, erklärte er. Im Schnitt wird viermal die Woche mit den rennbegeisterten Hunden trainiert. Neben der körperlichen Auslastung erfordert das lange Fell intensive Pflege. Ein bis zweimal die Woche werden alle vier ausreichend gebürstet und einmal im Monat geht es unter die Dusche. Stehen Hundeschauen an wird natürlich gründlicher geputzt und gekämmt, doch von zu viel des Guten hält Moser rein gar nichts und findet beispielsweise das Verwenden von Eyeliner als nicht tiergerecht und übertrieben. 
Für ihn und seine Frau sind die Hunde ein sehr intensives und schönes Hobby und bei den Hunderennen an denen sie teilnehmen freuen sie sich immer am meisten darauf Bekannte und Freunde wiederzusehen. Titel seien schön, aber der Gewinn stehe keinesfalls in Vordergrund. Durch die europaweite Teilnahme an Windhunderennen sind die beiden mit ihren Hunden schon viel herumgekommen, haben tolle Menschen kennengelernt und fahren immer mit Wiedersehensfreude zu den Turnieren. Obwohl es für beide nur ein wunderbares Hobby ist, wie sie sagen, so sprechen die  Erfolge ihrer Vierbeiner doch für sich. So reihen ihre Hunde einige Titel und Auszeichnungen auf. Hündin Bashana ist unteranderem Internationaler Coursingchampion 2010, DWZRV (Deutscher Windhundzucht- und Rennverband) Siegerin für Schönheit und Leistung. Über ihren Sieg 2008 des International Coursing Club der Elite in Turin, freute sich das Ehepaar besonders. Cadash ist Mosers erfolgreichster Hund bisher und sei bereits als Welpe außergewöhnlich gewesen. So wurde er schon mit anderthalb Jahren deutscher Derby Sieger 2009 und gewann neben Titeln wie dem Coursingchampion des DWZRV 2011, deutscher Rennchampion 2012 sowie internationaler Rennchampion 2012 und Verbands-Rennsieger 2012 einige weitere Preise. Die beiden anderen, Rüde Djinn und Hündin Djamila, werden derzeit trainiert und laufen ihre ersten Rennen. 
Moser ist froh darüber, dass Windhunderennen in Deutschland reiner Amateursport sind und nennt schreckliche Beispiele aus Ländern, in denen Windhunderennen ein Profisport ist. Durch die Wetten zähle der Hund hier nichts und würde bei anhaltender schlechter Leistung vergast, oder anders umgebracht werden. Windhunde würden hier unter grausamen Bedingungen massenhaft gezüchtet werden und der Gewinn stehe im Vordergrund. Bei einem Rennen in Deutschland werden die Hunde zuvor tierärztlich untersucht und die Rennlizenzen kontrolliert außerdem sind Wetten jeglicher Art verboten. Die Teilnahme an Windhunderennen ist frühestens für Hunde ab 18 Monaten erlaubt. Der Tierschutz müsse immer im Vordergrund stehen. Welchen Spaß seine Hunde dabei hätten, beschreibt Moser mit dem Leuchten in deren Augen und der spürbaren Begeisterung, wenn diese Richtung Startbox gehen. Zu ihrem gegenseitigen Schutz tragen die Hunde, während sie einer Hasenattrappe nachjagen, Maulkörbe. Da die Startboxen sehr eng seien, müsse dies vorher geübt werden und vor allem dürfe man die Hunde nicht zu irgendetwas zwingen oder überfordern und man müsse ihnen unbedingt Pausen gönnen, betont Moser. 
Um sich für einen guten Umgang mit Afghanischen Windhunden einzusetzen und die Rasse zu gestalten ist Moser außerdem noch Zuchtkommissionsmitglied für Afghanische Windhunde im Auftrag des Deutschen Windhundzucht- und Rennverbandes (DWZRV). Hier beantwortet er beispielweise Anfragen, die die Erlaubnis zur Züchtung Afghanischer Windhunde betreffen. 

Viele schöne Jahre mit seinen Vierbeinern liegen hinter Hans-Jürgen Moser: Welpen auf die Welt bringen und schließlich abgeben, tägliches Training, mitfiebern am Rennbahnrand, Freunde treffen sowie etliche Streicheleinheiten. Und es werden noch viele schöne Jahre kommen, immer dabei seine treuen Begleiter mit den dunkelbraunen Augen und der nasskalten Schnauze. sms